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Max Manturov

Max Manturov

Head of investment research regulated by CySec 14.09.2022

Farfetch: Großer Premium-Marktplatz mit einem Renditepotenzial von 73 %

Ticker: FTCH.US 
Einstiegskurs: $10,7
Kursziel: $18,5
Potenzial: 72,89%
Zeithorizont: 12 Monate
Risiko: Hoch
Positionsgröße: 1 %

Das Unternehmen

Farfetch Limited (FTCH) betreibt den größten Marktplatz für Premium-Mode. Das Unternehmen ist in drei Segmenten tätig: digitale Plattform, Markenplattform und Verkauf in Geschäften. Auf die digitale Plattform entfallen 86,5 % des Gesamtwerts der verkauften Waren. Das Unternehmen wurde im Jahr 2007 gegründet und hat seinen Hauptsitz in London.

Was ist die Idee dahinter?

  • Als größter Marktplatz für Premium-Modeprodukte befindet sich Farfetch im Mainstream des Marktwachstums, ist aber gleichzeitig unabhängig von den Vorlieben der Verbraucher, da es anderen Marken nur den Zugang zum Verkaufskanal ermöglicht.

  • Dank des Deals mit Richemont hat Farfetch seinen Hauptkonkurrenten verloren und eines der größten Unternehmen der Branche als Verbündeten gewonnen, das seine Waren aktiv über die Plattform verkaufen wird.
  • Da sich die Branche für persönliche Luxusgüter konsolidiert, besteht die Möglichkeit, dass Richemont seine Beteiligung an Farfetch aufstocken wird, da Farfetch der größte Marktplatz der Branche ist und der Luxusriese möglicherweise exklusiven Zugang zum wichtigsten Online-Verkaufskanal des Marktes erlangen möchte.
  • Farfetch verzeichnet ein starkes Umsatzwachstum. Die Geschäftsleitung geht von einem Überschreiten der Gewinnschwelle beim bereinigten EBITDA im Jahr 2022 aus.
  • Dem Konsens der Wall Street zufolge wird Farfetch mit einem erheblichen Abschlag zum Fair Market Value gehandelt.

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Grund 1: Chance für die Branche

In den vergangenen Perioden des Wirtschaftswachstums und der anschließenden Rezessionen hat die globale Luxusbranche ein hohes Maß an Zyklen gezeigt. So erlebte sie in den fünf Jahren bis Ende Januar 2021 einen beispiellosen Aufschwung, wobei der S&P Global Luxury Index den MSCI ACWI deutlich übertraf.

Der derzeitige Abwärtstrend in der Branche aufgrund des geringeren Wirtschaftswachstums und der restriktiveren Geldpolitik ist legitim, aber wohl nur vorübergehend. Trotz der Herausforderungen und Störungen zu Beginn des Jahres 2022 bleibt die Richtung des Marktes für Luxusgüter mittelfristig unverändert. Laut einer Studie von Bain & Company wird der Markt für persönliche Luxusgüter auf 288 Milliarden Euro geschätzt und soll bis 2025 360 bis 380 Milliarden Euro erreichen. Das entspricht einem Anstieg von 25 % bis 32 % gegenüber heute.

Nachfolgend heben wir die wichtigsten Faktoren hervor, die sich in den letzten Jahren erheblich auf die Branche ausgewirkt haben und von denen wir erwarten, dass sie sich auch in Zukunft stark auswirken werden: 

  • Zunahme der Online-Verkäufe: Obwohl die weltweite Branche für persönliche Luxusgüter während der Pandemie um fast 50 % schrumpfte, stiegen die Online-Verkäufe um 50 %, während die Marktdurchdringung im Online-Handel 23 % erreichte. Es wird erwartet, dass die Online-Durchdringung bis Ende 2025 bei über 30 % liegen wird. Die Veränderungen bei den Vertriebskanälen wirken sich stimulierend auf die gesamte Branche aus, da die Unternehmen auf diese Weise Verbraucher außerhalb der Ballungsräume erreichen können.
  • Nachfrage durch Millennials: Laut Klarna, werden die Generation Z (60 %) und die Millennials (63 %) im Jahr 2022 mehr ausgeben als die Generation X (46 %) und die Babyboomer (18 %). Jüngere Käufer bieten der Branche das Potenzial für langfristiges Wachstum, bergen aber auch Risiken für die Hersteller, da sich ihre Konsumvorlieben von denen der älteren Generationen unterscheiden.

Während andere Unternehmen in der Branche durch diese Faktoren gewisse Probleme haben könnten, dürfte Farfetch zu den Gewinnern gehören. Als größter Marktplatz für Premium-Modeprodukte liegt Farfetch im Mainstream des Wachstums des Online-Shoppings, ist aber gleichzeitig unabhängig von den Vorlieben der Verbraucher, da es anderen Marken nur den Zugang zum Vertriebskanal ermöglicht.

Grund 2: Der Deal mit Richemont

Am 24. August schloss Farfetch einen Deal mit dem schweizerischen Konzern Richemont ab, einem der größten Premiumhersteller der Welt. Als Teil des Deals stimmte Farfetch zu, einen Anteil von 47,5 % an seinem Hauptkonkurrenten und dem zweitgrößten High-Fashion-Marktplatz der Welt, Yoox Net-a-Porter, zu erwerben. Im Gegenzug erhielt Richemont zwischen 53 Millionen und 58,5 Millionen Aktien von Farfetch und wird fünf Jahre nach Abschluss der Transaktion weitere Aktien im Wert von 250 Millionen US-Dollar erhalten. Richemont wird somit zwischen 12 % und 13 % der Aktien von Farfetch halten. Es wurde auch bekannt gegeben, dass Richemont die Technologieplattform von Farfetch nutzen wird, um seine Marken zu bewerben, die sich ebenfalls dem Marktplatz anschließen werden. Das Markenportfolio des Unternehmens umfasst so bekannte Namen wie Cartier, Van Cleef & Arpels, Vacheron Constantin, Montblanc und Piaget. Im Rahmen dieses Deals räumte Richemont Yoox Net-a-Porter außerdem eine Kreditlinie in Höhe von 450 Millionen US-Dollar ein.

Da sich die Branche für persönliche Luxusgüter konsolidiert, besteht die Möglichkeit, dass Richemont seine Beteiligung an Farfetch erhöhen oder das Unternehmen übernehmen wird, da Farfetch der größte Marktplatz der Branche ist und der Luxusriese möglicherweise exklusiven Zugang zum wichtigsten Online-Verkaufskanal des Marktes erhalten möchte.

Mit dem Deal hat Farfetch seinen Hauptkonkurrenten verloren und eines der größten Unternehmen auf dem Markt gewonnen, welches seine Waren aktiv über die Plattform verkaufen wird. Der Jahresumsatz von Richemont beträgt mehr als 20 Milliarden US-Dollar, während der Gesamtumsatz von Farfetch bei lediglich 3,6 Milliarden US-Dollar liegt.

Finanzkennzahlen

Der Umsatz von Farfetch ist in den letzten fünf Jahren mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 59 % gestiegen. Bis Ende 2021 stieg der Umsatz des Unternehmens um 34,8 % auf 2,257 Milliarden US-Dollar. Farfetch beendete das zweite Quartal 2022 mit einem Umsatz von 579 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 10,8 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht. Es wird erwartet, dass der Umsatz im Jahr 2022 rund 2,4 Milliarden US-Dollar erreichen wird, was ein Anstieg von 8,1 % im Vergleich zum Vorjahr wäre.

Am Ende des zweiten Quartals 2022 lag die Bruttomarge für die letzten 12 Monate (TTM) bei 45,42 %, verglichen mit 45,05 % im Jahr 2021. Die operative Marge sank im gleichen Zeitraum von -20,46 % auf -22,25 %, während die Nettomarge von 64,99 % auf 71,44 % stieg. Die Nettomarge ist höher als die operative Marge, da sonstige Erträge aus der Neubewertung von Finanzaktiva angefallen sind.

Farfetch ist auf operativer Ebene nach wie vor ein verlustbringendes Unternehmen. Die Geschäftsleitung geht jedoch davon aus, dass das Unternehmen zum Jahresende auf Basis des bereinigten EBITDA ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen wird. In dieser Zahl sind die Neubewertung von Finanzaktiva und die aktienbasierte Vergütung nicht berücksichtigt.

Der operative Cashflow (TTM) des Unternehmens lag im Berichtszeitraum bei -338,9 Millionen US-Dollar gegenüber -282,2 Millionen US-Dollar im Vergleichszeitraum, bedingt durch einen Anstieg des Nettoumlaufvermögens. Der freie Cashflow zum Eigenkapital stieg von -226,0 Millionen auf -119,3 Millionen US-Dollar. 

Farfetch verfügt über eine solide Bilanz mit einer Gesamtverschuldung von 758,8 Millionen US-Dollar bzw. 20,4 % des Gesamtvermögens. Die liquiden Mittel und kurzfristigen Kapitalanlagen belaufen sich auf 675,2 Millionen US-Dollar, während die Nettoverschuldung bei 83,6 Millionen US-Dollar liegt.

Unter den börsennotierten Unternehmen sind die nächstgrößeren Konkurrenten von Farfetch die Unternehmen RealReal, Revolve Group, Mytheresa (MYT Netherlands Parent BV), Amazon und Etsy. Farfetch wird bei den Multiplikatoren EV/Sales und P/E mit einem Abschlag gegenüber dem Branchendurchschnitt gehandelt.

Das unter den Investmentbanken am tiefsten angesetzte Kursziel von Paper Sandler liegt bei 10,7 US-Dollar pro Aktie. BNP Paribas sieht für die FTCH-Aktie ein Kursziel von 30 US-Dollar. Dem Konsens zufolge liegt der Fair Market Value der Aktie bei 18,50 US-Dollar, was ein Kurspotenzial von 72,89 % impliziert.


Risiken

  • Die Branche für Luxusgüter weist eine ausgeprägte Konjunkturabhängigkeit auf. Die Langwierigkeit der erwarteten Rezession könnte erhebliche Auswirkungen auf die Finanzergebnisse von Farfetch haben.

  • Farfetch ist immer noch ein verlustbringendes Unternehmen, das Shareholder Value verbrennt. Gelingt es nicht, sich der Gewinnschwelle zu nähern, während sich das Wachstum unter dem Einfluss makroökonomischer Faktoren verlangsamt, könnte dies zu einem weiteren Rückgang des Unternehmenswertes führen.

  • Es besteht das Risiko dass Richemont unter dem Druck aktivistischer Investoren seine E-Commerce-Aktivitäten abstoßen wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Risiko eintritt, ist jedoch gering, da der Gründer, Johann Rupert, die Mehrheit der Stimmrechte des Unternehmens hält.

Wie man die Anlageidee umsetzt

  1. Kaufen Sie die Aktie bei $10,7
  2. Weisen Sie dem Investment nicht mehr als 1% Ihres Portfoliobetrags zu. Sie können die Empfehlungen unserer Analysten nutzen, um ein ausgewogenes Portfolio aufzubauen.
  3. Verkaufen Sie die Aktie, wenn der Kurs einen Wert von $18,5 erreicht hat.

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