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Die Wahleines Brokers

Ein Broker ist Ihr Vermittler an der Börse, eine beauftragte Person, die das Geschäft in Ihrem Namen abwickelt. Nachdem Sie den Vertrag mit einembestimmten Broker abgeschlossen haben, werden Sie zum Investor, d.h. Sie beginnen, mit der Aktienkursänderung zu spekulieren und Dividenden zu erhalten.

Bevor Sie einen Broker für den Aktienhandel auswählen, prüfen Sie, ob er das Recht auf den Börsenhandel hat. Vergewissern Sie sich, dass die jeweilige Brokergesellschaft bei einer Steuerbehörde registriert ist und eine Lizenz für die Arbeit mit den Kunden besitzt.

Entscheidende Auswahlkriterien

Obwohl es viele Gesellschaften gibt, die die Brokerdienstleistungen erbringen, ist es schwierig, einen Broker für den Handel auf den Finanzmärkten zu finden. Nachfolgend sind einige entscheidende Kriterien aufgelistet, die Ihnen bei der Auswahl von Vermittlern helfen:

• Bonitätsrating

Je höher das Rating ist, desto besser. Es wird mit den Buchstaben von А bis D gekennzeichnet. Das maximale Rating ist AAA, danach folgen AA+ und A, der Buchstabe D steht für ein minimales Rating. Im Idealfall weist ein Broker das Rating von А und höher auf.

• Zugang zu den Fondsbörsen

Die zuverlässigen Brokergesellschaften eröffnen den Zugang zu den meisten Fondsbörsen (wie New York Stock Exchange, LSE, Nasdaq, Hong Kong SE, Frankfurt SE, Tokio SE, CME, Shanghai Stock Exchange, Toronto SE, MOEX u.a.).

• Minimales Depot

Das ist ein Betrag, mit dem man zu einem Broker kommt und mit dem Handel beginnt. Er kann Hunderte Euro betragen. Man kann nicht ganz niedrig einsteigen. Allerdings gibt es Ausnahmen: im Online-Shop von Aktien Freedom24.com kann man den Handel mit 100 Euro beginnen.

• Provision

Ein Broker nimmt Provision aus jedem Geschäft (ca.0,1% bis 1%). Wenn Sie vorhaben, aktiv mit den Aktien zu handeln, spielt deren Höhe eine große Rolle. Die Investoren mit den langfristigen Plänen sollen auf einen minimalen Provisionsbetrag setzen. Einige Broker bestimmen einen minimalen monatlichen oder jährlichen Betrag, der von einem Kundenbezahlt wird. Wenn die Provision diesen Mindestwert (z.B. 200 Euro pro Monat) nicht erreicht, zahlt der Kundeeinen zusätzlichen Betrag. Falls Sie einen Handel auf ständiger Grundlage vorhaben, ist dieser Mindestwert für den Kunden nicht von Bedeutung. Ein konservativer Investor sollte einen Broker finden, der keine zusätzlichen Zahlungen verlangt.

Wie vorteilhaft ist es für einen Broker, wenn ein Trader Geld verdient?

Der Broker erhebt eine Provision aus allen Geschäften und erleidet unabhängig von den Ergebnissen keine Verluste. Allerdings bedeutet es nicht, dass es für einen Broker unwichtig ist, ob der Trader einen Gewinn erzielt.

Die Provision eines Brokers hängt von der Kundenzahl, der Vermögensmasse (d.h. von den Beträgen, die in Aktien investiert werden) und von der Anzahl der Geschäfte ab. Es ist für einen Broker von Vorteil, wenn Sie „auf den Geschmack kommen“ und einen Gewinn erzielen, indem Sie möglichst viele Geschäfte abwickeln. Wenn Sie Ihr Geld – ob ganz oder teilweise – verlieren, könnten Sie vom Investieren Abstand nehmen. Sie verlieren das Geld, der Broker verliert seinerseits einen Kunden. Um dies zu verhindern, stellt er aktuelle und realistische Informationen zur Verfügung, gibt entsprechende Tipps, stellt Aktienpakete zur Diversifikation von Risiken zusammen. Das ist beim Vergleich der Wertpapiere mit den anderen Finanzwerkzeugen (sie gibt es meistens virtuell, d.h. in elektronischer Form) sehr wichtig.

Wie können Aktien ohne einen Broker verkauft werden?

Eine einfachste und schnellste Möglichkeit ist der Aktienverkauf unter Ausnutzung des Brokerkontos. Trotz der Provisionen ist diese Art am günstigsten, weil es einfacher ist, einen Geschäftspartner durch eine Börse zu finden.

Dessen ungeachtet kann eine Privatperson ihre Aktien auch ohne einen Broker verkaufen. Dazu muss ein Kaufvertrag geschlossen werden. Solche Art der Realisierung der Wertpapiere nimmt mehr Zeit in Anspruch. Zunächst muss man das Eigentumsrecht an den Aktien nachweisen, dafür muss man sich an den Halter des Wertpapierregisters wenden. Danach kommt noch ein wichtiger Schritt – eine Neuregistrierung der Wertpapiere. Um die Aktien nach dem Kaufvertrag zu verkaufen, müssen Sie sich also Zeit nehmen, um alle rechtlichen Formalitäten selber zu erledigen. Mit dem Vertrag für die Betreuung durch einen Broker werden die Zeitaufwendungen wesentlich reduziert und der Verkauf wird viel einfacher.