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Staatliche Registrierung von Aktien

Die Aktien stellen ein Investitionswerkzeug von Unternehmen dar. Bei der Gründung einer Aktiengesellschaft emittieren die Gründer die Wertpapiere, die alle Interessierten kaufen können. Die Gesellschaft bekommt die für ihre Entwicklung notwendigen Geldmittel, und die Aktieninhaber bekommen Garantien. Später können sie mit den Dividenden (den Gewinnanteil) oder dem Vermögensteil (wenn die Gesellschaft aufgelöst wird) rechnen.

Die Frage ist folgende: wer gewährleistet, dass der Aktieninhaber seine Dividenden oder sein Geld nach der Liquidation eines Unternehmens bekommt?

Die Antwort ist einfach: der Staat, genauer gesagt, dessen Zentralbank. Es geht darum, dass die Gesellschaft die staatliche Registrierung der Aktien durchführt, bevor sie ihre Wertpapiere verkauft (und überhaupt ihre Tätigkeit beginnt). Dank der Registrierung werden die Aktien zu Wertpapieren.

System der Aktienregistrierung

Das Verfahren und die Regeln zur Registrierung der Wertpapiere – Aktien, Schuldverschreibungen – werden durch lokale Gesetze geregelt.

Der Ausgeber (d.h. das Unternehmen, das die Wertpapiere emittiert) ist dazu verpflichtet, die staatliche Registrierung von Aktien innerhalb von einem Monat nach der Gründung einer juristischen Person durchzuführen. Andernfalls kann die Aktiengesellschaft geschlossen werden.

Dazu trifft man folgende Maßnahmen:

- In der Aktiengesellschaft wird eine Generalversammlung durchgeführt, wo die Entscheidung über die Ausgabe der Wertpapiere getroffen wird. Diese Entscheidung wird dokumentiert.

- Der Ausgeber reicht die Dokumente zur Registrierung der Aktienausgabe bei der Regulierungsbehörde ein.

- Nach der Registrierung werden die Wertpapiere platziert, das heißt, sie werden den Aktionären übergeben.

- Der Ausgeber legt die Dokumente zur Registrierung des Berichts über Ergebnisse der Ausgabe vor. Das muss innerhalb von 30 Tagen nach der Ausgabe durchgeführt werden.

Wenn die Regulierungsbehörde die Registrierung des Berichts ablehnt, werden die Aktien zurückgerufen. Die erfolgreiche Registrierung des Berichts bedeutet, dass die Ausgabe rechtskräftig ist und die Aktien einen bestimmten Wert haben. Die Ergebnisse der Wertpapierausgabe werden in den öffentlichen Medien veröffentlicht. Jeder Aktienausgabe wird eine eindeutige Nummer zugewiesen.

Format und Arten der Aktienplatzierung

Abhängig von der Rechtsform und den Ausgabezwecken kann die Aktiengesellschaft ihre Aktien durch eine offene oder geschlossene Subskription platzieren. Bei der geschlossenen Subskription werden die Aktien einem begrenzten, bei der offenen einem unbegrenzten Personenkreis übergeben. Davon hängt auch die Platzierungsart ab.

Bei der geschlossenen Subskription werden die Aktien von Hand zu Hand übergeben und ohne einen Broker umgeschrieben. Die für den unbegrenzten Personenkreis zugänglichen Aktien können auf der Fondsbörse verkauft und gekauft werden. Genau solche Aktien sind für die Investoren von Interesse. Viele große Unternehmen der Welt führten eine öffentliche Platzierung durch. Dazu gehören Apple und Google, Volkswagen und Renault, HP und Starbucks.