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Wie kann man Arbitragegeschäfte abwickeln

„Billiger kaufen, teurer verkaufen“: wenn Sie verstehen, wie eine Standardbörsenspekulation (kurz- oder langfristige) funktioniert, ist das Wesen von Arbitragegeschäften Ihnen auch bekannt. Das ist die Grundlage des klassischen Tradings auf den Wertpapiermärkten.

Das einfachste Beispiel eines Arbitragegeschäfts ist die Zeitarbitrage. Sie kaufen das Aktivum billig (z.B. eine Aktie von Walt Disney Company für $ 100), warten auf einen Kursanstieg und verkaufen dann die Aktie. Ein Bespiel: wenn sich die Aktie von Walt Disney Company auf $ 115 erhöht. Für solche Geschäfte nimmt ein Broker eine geringe Provision (in der Regel in Prozenten von Geschäftsbetrag), deshalb hat sich Zeitarbitrage unter den Tradern etabliert.

Mit der Raumarbitrage ist es ein wenig komplizierter.

Die Raumarbitrage-Geschäfte auf dem Wertpapiermarkt

Das einfachste Schema eines Raumarbitrage-Geschäfts sieht so aus:

• Sie kaufen „billige“ Wertpapiere.

• Sie wandeln sie in „teure“ Wertpapiere an einer anderen Fondsbörse um.

• Sie verkaufen und machen Gewinn.

Die Aktien von Walt Disney Company werden gleichzeitig an 3 Börsen notiert: an der New York Stock Exchange in USD, zu jedem Zeitpunkt weichen die Preise ein wenig voneinander ab.

Auf dem globalen Währungsmarkt FOREX wir es immer mit entsprechenden Währungspaaren gehandelt, deswegen kann man durch einfache Berechnungen kalkulieren, welche Aktie zum Zeitpunkt billiger und welche teurer ist.

Wie kann man damit verdienen?

Sie können Aktien billig kaufen und teuer verkaufen wie beim Short-Verfahren: Sie leihen die Aktien zum Verkauf beim Broker und schaffen eine kurzfristige Position. Danach warten Sie ab, bis die Preise mit den gleichen Kursen zusammenkommen. Allerdings haben nicht alle Broker den Zugang zu allen Handelsplattformen und nicht alle Broker haben die Möglichkeit, Aktien zu leihen, was aber oft vorkommt.

Man kann noch „billige“ Aktien kaufen, sie an eine Börse übertragen, wo sie teurer sind (oder umwandeln, wenn es um ADR/GDR handelt, dieses Verfahren ist aber schwierig).

Die erste und wichtigste Schwierigkeit ist die Umwandlung selbst. Die Broker, die sich mit den Arbitrage-Geschäften an den Fondsbörsen von den USA, Europa und anderen Ländern können sie einfacher machen. Sie nehmen für ihre Leistungen zusätzliche – oft feste – Provision. So ist es möglich, dass die Aufwendungen für Umwandlung der Aktien aus einem Depositar in den anderen nur € 20–30 betragen.

Es lohnt sich, das Arbitrage-Geschäft dann durchzuführen, wenn ein eventueller Profit alle Ausgaben für den Kauf/Verkauf oder die Umwandlung der Wertpapiere überschreitet.

Die Schnelligkeit ist hier auch wichtig. Die Arbitrage-Geschäfte werden schnell –innerhalb von einigen Minuten, maximal einigen Stunden – durchgeführt und abgeschlossen, deshalb sollten Sie alle Handelswerkzeuge griffbereit haben.

Die Währungsdisparität, die Provisionen, die geringsten Verzögerungen seitens des Brokers können Ihren Gewinn minimieren. Aus diesem Grund lohnt es sich mit den Raumarbitrage-Geschäften in dem Fall zu beschäftigen, falls Sie für Trading engagiert sind und lange genug nach Standardschema der Zeitarbitrage handelten.

Andere Beispiele für Arbitrage-Geschäfte

Die besonders profitablen Arbitrage-Geschäfte können an einer Börse nicht durchgeführt werden: dazu sollte man die Grenzen nicht nur der Börse, sondern des Wertpapiermarktes selbst überschreiten. Man kann auf den Waren- und Währungsmärkten handeln, verschiedene Aktiva – bis zur Kryptowährung – zusammenlegen und abwechseln, die Ware in einem Land kaufen und in anderem verkaufen.

Die Arbitrage-Geschäfte helfen dabei, die Notierungen für dieselben Aktiva an verschiedenen Börsen auszugleichen und deren Kurs auf dem Markt anzupassen.

Es ist sinnvoll, die Arbitrage-Geschäfte in dem Fall durchzuführen, falls Sie sich mit dem Trading beschäftigen – d. h. Wertpapiere täglich verkaufen und kaufen – möchten. Wenn Sie die Aktien als ein Investitionswerkzeugsehen und zum Risiko nicht bereit sind, bringt Arbitrage nur Verluste.

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