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Wie kann man mit Aktien spekulieren

Aktien können zu verschiedenen Zwecken gekauft werden. Der eine betrachtet die Dividenden als Hauptgewinn, ein zweiter bildet seine eigenen „Rentenfonds“, ein dritter möchte mit der Marge Geld verdienen. Letztere kann man öfters treffen. Das sind „Spieler“, die in Aktien für eine bestimmte Zeit – von einigen Minuten bis einige Jahre –investieren. Sowohl kurzfristige als auch langfristige Geschäfte mit Aktien haben ein klares Ziel –einen Gewinn aus dem Verkauf zu erwirtschaften.

Wie kann man mit Aktien spekulieren?

Wahrscheinlich kann nur ein professioneller Spieler als Spekulant bezeichnet werden. Das ist ein Investor, der ständig Aktien kauft und verkauft und seine Geschäfte fast jeden Tag abwickelt. Sein Kapital „fließt“ aus den jeweiligen Aktien in die anderen, aus den Aktien in Obligationen, aus den Wertpapieren in die Währung. Ein fachkundiger Spekulant mit großem Kapital kann Millionen mit einem Geschäft verdienen. Allerdings setzt er dieses Kapital auch aufs Spiel. Es gibt viele bekannte Geschichten über Geschäftszusammenbrüche von Großinvestoren.

Man kann mit Aktien folgendermaßen spekulieren:

• als Hausse (billiger kaufen, teurer verkaufen);

• als Baisse (die beim Broker „geliehenen“ Aktien teurer verkaufen, danach die Aktien billiger kaufen und seine „Schulden“ tilgen).

Die Spekulanten mögen ungern die „Blue Chips“, weil sich deren Preis zu selten ändert. Je höher das Risiko aus Wertpapieren ist, desto höher ist auch ein möglicher Gewinn.

Nun erfahren Sie, wie die Spekulanten den Aktienmarkt manipulieren.

Manipulieren (im wahren Sinne des Wortes) können nur die Großspieler. Sie initiieren den Majoritätskauf, blähen dabei die Preise künstlich auf und verkaufen dann die Aktien, wenn der Preis einen Spitzenwert erreicht. Solche Spekulanten können ein großes Aktienpaket verkaufen und dadurch Panik unter den anderen Investoren verursachen. Wenn der Preis die Talsohle erreicht, können sie die Aktien billiger kaufen. In jedem Fall spielen sie mit der Massenpsychologie.

Wie kann ein angehender Investor an einer Börse „spielen“?

Gar nicht „spielen“ — hier gilt ein einziger guter Rat für einen angehenden Investor. Wenn Sie den Markt und die Branche nicht kennen, nicht alle Grundsätze und „Regeln“ des Spiels auf dem Wertpapiermarkt verstehen, sind Sie einem hohen Risiko ausgesetzt. Und dieses Risiko ist nicht immer vertretbar.

Wenn Sie sich dennoch dem Investorenkreis anschließen und einen Gewinn erzielen möchten, können Sie dieses Risiko reduzieren. Wir empfehlen Folgendes zu tun:

• Investieren Sie Ihre letzten Mittel nicht in Aktien, setzen Sie Ihr Haus, Ihre Wohnung, Ihr Auto nicht aufs Spiel, nehmen Sie keine Kredite auf.

• Versuchen Sie nicht, mit kurzfristigen Geschäften zu spielen: optimale Variantensind Investitionen für 1–2 Jahre.

• Spekulieren Sie nicht auf Herabsenkung des Währungskurses – so vermeiden Sie die Verbindlichkeit gegenüber dem Broker, wenn etwas schiefgeht.

• Versuchen Sie sich immer selbständig in der Situation zurechtzufinden. Sie sollten die Meinungen von Experten in Kauf nehmen, aber nicht ihren Prognosen rückhaltlos vertrauen.

Wenn Sie verstehen, was wirklich wichtig ist, und nicht allzu stark riskieren, dann werden Sie sich bald mit diesem neuen Bereich auskennen, können den Gewinn erzielen und ein anständiges Kapital sammeln. Und soweit wünschen wir Ihnen viel Erfolg!