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In New York fand eine Pressekonferenz zur Notierung der Aktien der Freedom Holding Corporation an der NASDAQ statt

Am 14. Oktober hielt die Freedom Finance Corporation eine Pressekonferenz in New York ab, bei der die Geschäftsführung der Holding über die Art und Weise, wie das Unternehmen zu einer Notierung an der NASDAQ gekommen ist, sowie über die Pläne nach Handelsbeginn berichtete. Die Journalisten konnten auch dem Generaldirektor des Unternehmens, Timur Turlov, alle Fragen stellen, die sie interessierten.

Timur Turlov, Askar Tashtitov und Evgeniy Ler

Im ersten Teil der Pressekonferenz skizzierten Timur Turlov (CEO), Askar Tashtitov (Präsident) und Evgeniy Ler (CFO) die wichtigsten Etappen, die das Unternehmen durchlaufen hat, um an einer der prestigeträchtigsten Börsen der Welt gelistet zu werden.

“Für uns war die Notierung und der dadurch erlangte Bekanntheitsgrad das Ziel, an dem wir die letzten sechs Jahre gearbeitet haben. Wir mussten mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen, einschließlich der Strukturierung der gesamten Holding, ihre rechtliche Registrierung und der Zusammenstellung des Geschäfts. Es war eine große Herausforderung, zu zeigen, dass wir so transparent sein können wie die großen US-Unternehmen. Verlässlichkeit und Transparenz sind ebenso wichtig wie innovative Technologien, gute Preise oder Anlageideen, die wir unseren Kunden bieten“, sagte Turlov, als er über den vor ihm liegenden Weg sprach.

Neben den technischen und wirtschaftlichen Anforderungen bedeutet der Börsengang auch zusätzliche Kosten für jedes Unternehmen. “Ein börsennotiertes Unternehmen in den USA zu sein, ist teuer. Diese Bedingungen werden von den Regulierungsbehörden absichtlich festgelegt, sodass nur seriöse und qualitativ hochwertige Unternehmen auf dieses Privileg zugreifen können. Ich möchte darauf hinweisen, dass es ohne ein hoch qualifiziertes Team ebenfalls unmöglich ist, an der Börse gelistet zu werden. Und ich spreche jetzt nicht nur von den Leuten, die das Unternehmen in allen Ländern, in denen es tätig ist, leiten, sondern auch von denen, die hier in den USA die gesamte Rechts- und Compliance-Arbeit geleistet haben“, fasste der Generaldirektor der Holding zusammen.

Besonderes Augenmerk legten die Redner auf die Prüfungs- und Inspektionsverfahren: Die NASDAQ hat seit jeher hohe Anforderungen an die Unternehmen gestellt, insbesondere in Bezug auf Regionen die in den USA traditionell Bedenken aufwerfen: “Wir standen vor einer umfassenden Überprüfung, da die lokalen Behörden die Reputationsrisiken, den Kundenstamm, die regionalen Risiken usw. sehr gründlich prüfen wollten. Wir haben es geschafft, die erforderlichen Berichte bereitzustellen und unsere Zuverlässigkeit zu bestätigen. Wir waren vielleicht sogar schneller als einige andere Unternehmen, denn die von uns unternommenen Anstrengungen waren wirklich beispiellos.“

Das Unternehmen hat noch einen langen Weg vor sich, da der Status als börsennotiertes Unternehmen und die Notierung an der NASDAQ eine breite Palette von Möglichkeiten zur Kapitalbeschaffung auf dem US-Markt eröffnet. Es bedeutet aber auch mehr Verantwortung nicht nur gegenüber den Kunden, sondern auch gegenüber den Aktionären.

An der Pressekonferenz nahmen Journalisten aus Russland, den USA und Kasachstan teil

Die Aktien der Freedom Holding Corporation sind nun für Privatanleger in den USA erhältlich, und das Unternehmen arbeitet daran, dass auch russische Privatanleger, die nicht die erforderliche Genehmigung besitzen, die Aktien der Holding uneingeschränkt erwerben können. Das Unternehmen plant deshalb eine Notierung an der St. Petersburger Börse.

“Aufgrund der Notierung an der NASDAQ erwarten wir eine Zunahme hinsichtlich der Liquidität unserer Aktien und einen Anstieg des Handelsvolumens bei den FRHC-Aktien. Vor zwei Jahren ist es uns gelungen, bei zwei Privatplatzierungen in den USA rund 40 Millionen Dollar zu beschaffen, was einen ernsthaften Impuls für unsere Entwicklung darstellte. Jetzt zeigt unser Geschäft stetige Fortschritte, die Finanzkennzahlen verbessern sich von Jahr zu Jahr, und am Ende der letzten Berichtsperiode verzeichnete das Unternehmen einen Nettogewinn von 8 Millionen Dollar. Für uns ist dies ein sehr aufregender Moment, auf den wir lange gewartet und von dem wir schon lange geträumt haben“, resümierte Timur Turlov während des ersten Teils der Pressekonferenz.

Im zweiten Teil der Pressekonferenz konnten Journalisten, die entweder im Saal anwesend waren oder eine spezielle Leitung nutzten, Fragen an die Redner stellen.

Bei der Erläuterung der Einzelheiten hinsichtlich der Notierung an der NASDAQ betonte Timur Turlov, dass es wichtig sei, die Besonderheiten rund um die Situation der Freedom Holding Corporation zu verstehen, deren Aktien bereits an den OTC-Märkten gehandelt wurden: "Weder das Unternehmen noch die bisherigen Aktionäre haben zum Zeitpunkt der Notierung Aktien verkauft. Wir haben einen recht großen Streubesitz, daher geht es mehr um Uplisting – wir wechseln von den OTC-Märkten zu einer Börse.“

Die Journalisten interessierten sich auch für die Pläne zur weiteren Geschäftsentwicklung in Russland und anderen Ländern, in denen die Holding tätig ist, sowie für die Aussichten hinsichtlich eines Eintritts in neue Märkte.

“Wir streben nicht nur ein umfassendes Wachstum an, ganz im Gegenteil, wir konzentrieren uns auf unsere Effizienz und auf die Integration aller Unternehmensteile in eine einzige Struktur, die die Produktivität an allen unseren geografischen Präsenzen steigern wird. Dies ist eigentlich ein interner Entwicklungsprozess, wobei ein Teil davon niemals gegen Geld erworben werden kann. Natürlich kann es auf dem Markt interessante Möglichkeiten geben, aber ich wiederhole, wir konzentrieren uns jetzt auf die Arbeit bei unseren internen Geschäftsprozessen. Wie die Praxis zeigt, ist es nicht immer möglich, Synergien mit anderen Marktteilnehmern zu schaffen“, sagte der Generaldirektor des Unternehmens. Geografisch wird sich die FRHC auch weiterhin ausbreiten, insbesondere in der europäischen Region, wo die zyprischen und deutschen Büros bereits tätig sind.

Timur Turlov, Generaldirektor der Freedom Holding Corporation

Der Streit zwischen Anhängern von Offline- und Online-Geschäftsmodellen ist für Timur Turlov, der zuvor über die Strategie der Entwicklung von regionalen Netzwerken bei den Niederlassungen in fast allen Ländern sprach, zu einem eigenen Thema geworden. Die Entscheidung, ein Offline-Netzwerk zu entwickeln, ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass Wertpapierdienstleistungen oft einen individuellen Ansatz erfordern, was in einem Online-Format fast unmöglich ist. “Investitionen sind ein komplexes Produkt und Kunden brauchen oft jemanden, der sie in die Welt der Börsen und Finanzmärkte führt und begleitet. Deshalb schenken wir den persönlichen Managern, von denen etwa 600 in der Holding arbeiten, so viel Aufmerksamkeit. Das ist fast die Hälfte des gesamten Personals der FRHC. Dies ist nicht nur ein russischer Trend, sondern im Prinzip charakteristisch für fast alle Märkte, auch für den amerikanischen. Natürlich werden wir uns bemühen, digitaler und “schlanker“ zu werden, aber wir müssen auch begreifen, dass es hier um eine Marktlücke geht.“

Abschließend wurden den Rednern Fragen zur Geschäftsentwicklung in Kasachstan und der Ukraine gestellt, wo Freedom Finance als Market Maker und Initiator hinsichtlich der Entwicklung einer Fondsstruktur fungiert. Das Management der Holding ist zuversichtlich, dass es hier hervorragende Perspektiven in Richtung Investmentbanking und der Finanzierung von Unternehmen durch Börseninstrumente gibt.